Nach dem Desaster von Linz, wurden alle Bewerbe bis zum Ironman abgesagt. Damit ich die Verletzung gut auskurieren konnte. Leider fielen damit auch die Tempoeinheiten aus und wurden durch langsame Regenerationseinheiten ersetzt.
Mein Ventilproblem (siehe LinzTriathlon) wurde schlussendlich auch erst am Tag vor der Anreise gelöst. Danke an den Werner von Sport-Kaiser!
Da meine Anfrage beim Campingplatz ergeben hat das die keinen Platz mehr frei haben und ich es nur auf Gut Glück versuchen kann, fahre ich schon einen Tag früher als geplant um eventuell doch noch einen paar m² auf der Zeltwiese zu sichern, was dann auch überhaupt kein Problem ist. Meine Nachbar sind ein paar Iren (es waren überhaupt sehr viele irische Athleten da).
Beim Zeltaufbauen ist es schon sehr heiß und das ist nur ein erster Vorgeschmack, denn es soll jetzt jeden Tag heißer werden.
Den Hitzehöhepunkt soll dann tatsächlich der Sonntag, the Raceday, werden.
Aber die Veranstalter reagieren sehr gut und erweitern das Labestellen-Angebot um Salz-Sticks und Crash-Eis.
Als historische Besonderheit wird heuer das erstemal in der 15jährigen Ironman-Austria-Geschichte, ohne Neo geschwommen, da der Wörtersee deutlich über 25°C hat.
Ich persönlich adaptiere meine Einstellung und meine Ziele, damit ich gut durch das Rennen komme: Ich gebe alle Zeitziele auf, ich werde mir nicht mal eine Uhr mitnehmen und versuche einfach dass es mir den ganzen Tag gut geht.
Der größte Vorteil am Campingplatz: er ist am Schwimmstart und ich habe, wie so oft, absolut keinen Stress am Morgen des Renntages.
Schon beim Schwimmen lege ich größtes Augenmerk auf meinen Rhytmus und ein "gemütliches" Schwimmen.
Meine Zeit 1:03, nicht die beste, doch noch innerhalb der ersten 100.
Auch am Rad fahre ich langsam an. Erst als Meisi aufschließt geben wir Gas.
Nach der erste Runde (die auch länger ist, ca. 92-93km) zeigt der Tacho 2:27.
Die zweite Runde wird schon sehr heiß, und als ich dann auch noch meinen Zerrungsfuss spüre nehme ich Tempo raus und fahre locker in die Wechselzone.
Bei einem Anstieg funktioniert meine Schaltung nicht ganz korrekt und schaltet über die erste, so dass mir die Kette raus springt und ich auch noch stürze. Ich bleibe zum Glück unverletzt und komme gut in die Wechselzone.
Den Marathon fange ich ganz langsam an, da es ja schon ca. 38°C (und in meinem Kopf mindestens 42) hat. Die erste Runde läuft ganz gut, nur finde ich das angekündigte Eis nicht, erst am Weg in die Klagenfurter Innenstadt entdecke ich das Eis.
Ich habe mir zwei Schweißbänder besorgt um damit Eis an die Pulsadern zu bringen. Laut Macca's Buch "I'm here to win" soll das super kühlen. Und es funktioniert wirklich.
Ich habe mir zwei Schweißbänder besorgt um damit Eis an die Pulsadern zu bringen. Laut Macca's Buch "I'm here to win" soll das super kühlen. Und es funktioniert wirklich.
Leider wird mir dann aber, nach einem warmen Cola auf der zweiten Runde schlecht und ich muss einige Kilometer gehen. Während des Spaziergangs durfte ich die Triathlonlegende Hermann Aschwer (der unter anderm das Buch "Handbuch Triathlon" geschieben hat) kennenlernen.
Aber ich habe ja noch einen Wettkampf zu beenden und musste wieder weiterlaufen, vielleicht noch einen meiner Vereinskollegen (die mich mittlerweile alle überholt haben) wieder einzuholen.
Meine Magenprobleme dürften sich gelegt haben, da ich jetzt wieder zügig vorrankomme. Bei der Wende in der Innenstadt sehe ich, dass die Chance einen meiner Freunde einzuholen noch sehr gut ist und ich gebe nochmal alles.
Der letzte Kilometer ist endlos (oder einfach nur falsch angeschrieben) und sehr, sehr, sehr hart. Am Ende fehlen mir 20 Sekunden auf den nächstbesten Steyrer, Mäx, und ich erreiche die Finishline mit einer Zeit von 10:52:48.
You are an Ironman!
Der letzte Kilometer ist endlos (oder einfach nur falsch angeschrieben) und sehr, sehr, sehr hart. Am Ende fehlen mir 20 Sekunden auf den nächstbesten Steyrer, Mäx, und ich erreiche die Finishline mit einer Zeit von 10:52:48.
You are an Ironman!
Ich bin aber sehr zufrieden.
Mit der Hitze komme ich jedes Jahr besser zuerecht, sicher werde ich bald auch an heißen Tagen Höchstleistungen abrufen.
Warten wir mal auf Podersdorf :)
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